2. Bahlinger Kunstausstellung

1. – 13. Mai 2001

Nach einer kleinen Auszeit kam die Kunst mit der 2BK und dem Motto „Heimat contra Provinzialität“ um einiges professioneller zurück.

Exponate

  1. Lettern | Rebhang hinter Bergkirche
  2. Neo-Hoselips | Linde
  3. Hobby ohne Lobby | Rathausplatz
  4. Globaler Wegweiser | Friedensplatz
  5. Hirsch im Walde | Trotte
  6. Verbinde die Punkte | Eichstetter Straße
  7. BSC = Bahlingen !? | Kaiserstuhlstadion
  8. Siff-Can | Haltestelle Riedlen
  9. Bahlingen, deine ... | Teninger Straße
  10. Der Proletarier schlägt ins 18. Loch | Kreisverkehr

Lageplan

Entstehung

Infomaterial

Team

The Hoselips Posse 2001

Pressespiegel

Badische Zeitung | 4. Mai 2001

„Hoselips-Posse“ sorgt für Überraschungen

Scherz am 1. Mai: „Zweite Bahlinger Kunstausstellung“

BAHLINGEN (ap). Mit einem originellen Scherz zum 1. Mai wurden die Dorfbewohner am „Tag der Arbeit“ überrascht. Sei es, dass sie früh in ihren Briefkasten schauten und ein Faltblatt vorfanden, sei es dass sie durch Zufall auf Plätzen und Straßen nicht zum gewohnten Dorfbild gehörende Figuren und Bilder entdeckten, sie wurden auf diese Weise mit der „2. Bahlinger Kunstausstellung“ konfrontiert. Und bereits am frühen Vormittag fuhren Bewohner, auch Gemeinderäte, an Hand des im Faltblatt abgedruckten Ortsplanes das Dorf ab, um die zehn angekündigten Kunstwerke zu besichtigen.

Auch Ortsfremde, die von Teningen her kamen, wurden auf die „Kunstausstellung“ aufmerksam gemacht, denn mitten auf dem Kreisverkehr prangte eine Skulptur mit dem Titel „Der Proletarier schlägt ins 18. Loch“. Allerdings drückten die Macher der Ausstellung dem Golfspieler statt Schläger eine Hacke in die Hand und schrieben dazu: „Schaffä statt Golfä“.

Auf der Weiterfahrt entdeckte der Autofahrer rechterhand eine „Photovernissage“ mit neun Farbfotos, die schön der Reihe nach an den dortigen jungen Bäumen aufgehängt waren. Der Text begann bei allen mit „Bahlingen, deine …“, wobei die Fortsetzung „… Einkaufsmeile“ wegen der Örtlichkeit besondes treffend war.

Auch wer mit der Kaiserstuhlbahn Bahlingen ansteuerte, musste auf den „Kunstgenuss“ nicht verzichten, denn kaum aus dem Shuttle ausgestiegen, stand er vor dem Gemälde „Siff-Can“, im Faltblatt beschrieben mit: „Jugendkultur und Tradition treffen direkt aufeinander“. Und am noch provisorischen Eingang zum zweiten Rasenplatz des Kaiserstuhlstadions leuchtete das Banner „BSC = Bahlingen?!“

Die anonymen Produzenten hatten die „Kunstausstellung“ „The Hoselips Posse“ getauft und informierten in dem Faltblatt, dass sie schon zum 1. Mai 1999 in ähnlicher Weise tätig waren. Wer die zehn Kunstwerke, darunter auch ein „Neo-Hoselips“ bei der Linde oder ein „Globaler Wegweiser“ am Friedensplatz, zu Fuß ablief, war wohl den ganzen Vormittag beschäftigt.